Welpen Entwicklung, Entwicklungsphase, Welpentagebuch und Welpenkalender. Von der Geburt eines Welpens bis zum Ende des zwölften Monats. Von der Phase, in der das Hundebaby nur schläft und trinkt bis hin zum geprägten Junghund.

Welpenentwicklung - Phasen der Entwicklung beim Welpen. Von der Geburt bis zur Junghundphase.

Auch Hunde komme nicht als ausgewachsene bzw. adulte Hunde auf die Welt, davor gilt es die Zeit als Welpe zu durchleben und wenn die Welpenentwicklung abgeschlossen ist, steht noch die Junghundphase an. Wie lange welche Phase dauert, das hängt sehr von der Hunderasse ab, so brauchen Hunde der großen Hunderassen eine längere Zeit, bis sie vollständig ausgewachsen sind, während die Welpenzeit der Hunde der kleinen Hunderassen dann doch eher etwas kürzer ausfällt. In der ersten Zeit hat man beim Hundewelpen kaum etwas zu tun, wird er aber flüge bzw. kann er laufen, dann wird man sich die ruhige Zeit wieder herbeisehnen 🙂

Egal ob kleiner Hund oder großer Hund, jeder Welpe durchläuft in den ersten Lebensmonaten verschiedene Entwicklungsphasen, die wir als Welpenentwicklung kennen.

Erste Wochen der Welpenentwicklung bei Mutterhündin und Züchter

Meist bekommen wir von den ersten Wochen dieser wichtigen Zeit, in der der Welpen vielfach geprägt wird, aber nichts mit, denn die erste Phase der Welpenentwicklung erfolgt nun mal beim Züchter bzw. bei der Mutterhündin. Und je nachdem ob dieser den Welpen dann mit acht Wochen, mit zehn Wochen oder zwölf Wochen von seiner Mutter trennt, sind bereits einige Entwicklungsphasen abgeschlossen. Natürlich wünschen wir uns, möglichst früh Einfluss auf unseren zukünftigen Hund nehmen zu können, dennoch sollte man den Welpen seine Zeit bei Wurfgeschwister und Mutter lassen. Denn es gibt nun mal Dinge, die lernt der Welpe nun mal besser von anderen Hunden und allen voran von seiner Mutter.

Welpenentwicklung bzw. Welpenkalender

Welpenentwicklung: Von der Geburt eines Hunde Welpen bis zum 12. Lebensmonat. Gerade große Hunderassen sind mit zwölf Monaten aber noch nicht fertig, es folgt die Junghundphase, in der viele Hunde erst ihre endgültige Gestalt bekommen.

Neonatale Phase oder auch Vegetative Phase

Von der Geburt, 1. und 2. Woche – bis die Augen offen sind.

Los geht es mit der Geburt. Bei der Geburt sind Augen und Ohren geschlossen, der Geruchssinn beim Hundewelpen noch nicht stark entwickelt. Dennoch gelingt es dem Welpen die Mutterhündin zu finden und Milch aufzunehmen. Die neonatale Phase, auch vegetative Phase, dauert etwa zwei Wochen. In dieser Zeit hat ein Welpe eigentlich nur zwei Betätigungen:

  • Milch trinken.
  • Schlafen.

Um alles andere kümmert sich in dieser Zeit die Mutter. So macht diese die Welpen auch sauber und hält auch den Schlafplatz sauber.  Die Mutterhündin sorgt sogar dafür, dass es mit der Verdauung klappt und der Welpe Urin absetzt,  in dem sie seinen Bauch massiert.

Diese neonatale (vegetative) Phase dauert etwa zehn Tage bis 16 Tage. Sie wird meist durch das Öffnen der Augen beendet.

Zum Ende der Phasen nehmen die Aktivitäten in der Wurfkiste allerdings durchaus zu. Und so kann man beobachten, dass die Welpen innerhalb der Wurfkiste nicht mehr nur herumliegen (gerne sich gegenseitig wärmend dicht beieinander), sondern durchaus auch – wenn auch meist robbend – auf Wanderschaft gehen. Es gibt allerdings auch Hunderassen, bei denen können am Ende der zweiten Lebenswoche durchaus schon Stehversuche beobachtet werden und die Hunde Welpen versuchen auf ihren Beinen zu gehen.

Man sollte die Welpen in dieser erssten Zeit auch weitestgehend in Ruhe lassen und sich auf das notwendige beschränken: Wiegen und Beobachten.

Welpenentwicklung Erstes Wiegen - Mama immer dabei.

Wiegen und Beobachten – insbesondere Beobachten ist jetzt noch ganz der Job der Mama.

Vor allem sollte man die Zeit genießen. Noch weiß man wenigstens immer, wo die Welpen sich gerade aufhalten. Später ist das nur noch möglich, wenn man sie in einem geschützten Bereich lässt.

Am Ende dieser Phase wird die Mutterhündin auch endlich wieder bereit sein, ihren Wurf mal aus den Augen zu lassen, um vielleicht einen Spaziergang zu unternehmen.

Mutterhündin mit Welpe in ihrer Welpenkiste, knapp zwei Wochen alt.

Mutterhündin mit Welpe in ihrer Welpenkiste, knapp zwei Wochen alt. Der Welpe tat, was Welpen mit fast zwei Wochen gerne tun: Schlafen, Trinken, Schlafen. Die Augen sind noch nicht geöffnet. Das kam kurz danach.

Welpen Übergangsphase

3. Lebenswoche

Beendet ist die neonatale Phase wohl dann, wenn der Welpe beginnt die Augen zu öffnen (10. bis 16. Tag) und schließlich auch etwas sieht. Das ist so ab Ende deer zweiten Lebennswoche, Beginn der dritten Lebenswoche der Fall, wobei dies auch von Hunderasse zu Hunderasse und natürlich von Hund zu Hund unterschiedlich sein kann.  Beim Labrador Retriever heißt es zum Beispiel, dass hier die Welpen am zwölften Tag die Augen öffnen.

Je mehr der Hunde Welpe in dieser Entwicklungsphase mitbekommt, um so neugieriger wird er. Er kann nun zunehmend sehen, hören und riechen. Und in der Wurfkiste ist nun deutlich mehr los. Denn schließlich vergrößert sich nun auch der Aktionsradius der Welpen. Allerdings sind die Welpen in der dritten Woche noch ziemlich unkoordiniert. Und purzeln gerne auch mal durch die Gegend.

In der Übergangsphase beginnt der Welpe aber nicht nur zu hören, zu sehen und zu riechen, er lernt auch andere wichtige Dinge:

  • Regulierung der Körperwärme.
  • Kann selbständig Kot und Urin absetzen (bis dahin sorgte die Mutterhündin mit Bauchmassage für diese Körperfunktion).
  • Beginn der Koordination der Körpermuskulatur.
  • Sitzen, Gehen, Laufen. Alles aber sehr unbeholfen.

Bei einigen Welpen kann man ab dieser Zeit auch beobachten, dass sie einen großen Tatendrang zeigen. Man sollte den Welpe in dieser Zeit aber nicht unterschätzen. Auch wenn alles noch sehr tapsig und unbeholfen aussieht, manchmal machen sie einen regelrechten Satz und müssen dann auch vor Gefahren geschützt werden (zum Beispiel neigen sie dazu vom Sofa zu purzeln oder gegen Dinge zu rennen).

In dieser Zeit beginnen die Welpen auch mit dem Knabbern (gerne auch an der eigenen Pfote, an Wurfgeschwistern oder der Mutterhündin). Da langsam auch die ersten Zähne kommen (Milchzähne) kann man nun auch versuchen, sie für feste Welpennahrung zu interssieren). Noch machen diese kaum vorhandenen Zähnchen kaum etwas kaputt. Man bekommt nun aber schon einen Blick dafür, was später mögliche Gefahrenquellenn sein können (herunterhängende Tücher, Kabel etc.).

Sozialisierungsphase beim Welpen

3. bis 12. Lebenswoche

Die wohl wichtigste Phase im Welpenkalender ist die Sozialisierungsphase. Frei nach dem Motto was Hänschen lernen kann,, muss Hans nicht mehr beigebracht werden, sollte man wirklich etwas Zeit investieren, um den kleinen Hundewelpen auf sein Leben vorzubereiten.

Die Sozialisierungsphase beginnt bereits in der Übergangsphase. Der Welpe erkundet seine Umgebung, seine kleine Welt, spielt mit seinen Wurfgeschwistern und seiner Mutter (oder die mit ihm) und macht erste wichtige Erfahrungen. Bei einem verantwortungsvollen Züchter kommt nun die Zeit, in der der Welpen auch nach und nach Bekanntschaften schließen wird: Mit anderen Menschen (Junge, Alte, Kinder, mit Bart, ohne Bart, Frauen, Männern) aber auch mit Geräuschen und Untergründen. Sogar an den Aufenthalt im Freien muß sich ein Welpe erst gewöhnen, schließlich ist die Luft draußen ungewohnt, andere Geräusche sind zu hören, der Wind geht.

Diese sensible Phase der Welpenentwicklung lässt sich ebenfalls wieder in Phasen einteilen. So gibt es innerhalb dieser Zeit die sechste und achte Woche, in der der Welpe besonders viel lernen sollte. Spätestens in dieser Zeit sollte der Hund auch Kontakt mit Menschen bekommen, wenn möglich verschiedenen Menschen. Vielleicht sogar andere Hunde, auch Rüden, die genug Geduld für so kleine Welpen haben.

Rang- und Rudelordnungsphase in der Welpenentwicklung

4. bis 6. Lebensmonat

Nach der Sozialisierungsphase, manchmal noch am Ende dieser, folgt meist ein kurzer Moment des Durchschnaufens, ehe es dann im 4. Lebensmonat mit der Rang- und Rudelordnungsphase des Welpen weiter geht. In der Sozialisierungsphase hat der Welpe gelernt, in dem er freundlich zurechtgewiesen wurde, in der Rang- und Rudelordnungsphase können die Hinweise an ihn, über die Strenge zu schlagen von den anderen Rudelmitgliedern (anderen Rüden, sogar der Mutterhündin) schon deutlicher ausfallen. Ist der Welpe bei seiner Familie, wird der kleine Vierbeiner genau das gleiche tun, was er auch in einem Rudel mit seinesgleichen tun würde: Er wird seine Grenzen erkunden und daher seinen Menschen, im Idealfall wird sich dieser wie ein echter Rudelführer verhalten, auf dessen Führungsqualitäten testen. Es ist also eine Zeit der Erziehung und Bindung.

Pubertätsphase beim Welpen

6. bis 7. Lebensmonat

Das ist die Phase, in der – gerade Herrchen kann es meist kaum erwarten – der männliche Welpe endlich sein Bein hebt (dies kann bei einigen Hunderassen aber auch deutlich später geschehen, unser Labrador war wohl wirklich schon 9 Monate alt und wir haben schon Witze darüber gemacht, dass er wohl nie das Beinchen beim Pinkeln heben wird). Bei weiblichen Welpen kommt es nun zur ersten Läufigkeit. Beides kann auch zu Konflikten mit anderen Hunden führen, die eben nun auch als Konkurrenz gesehen werden. Außerdem sind die Hunde nun in der Pubertät und benehmen sich teilweise tatsächlich wie Teenager. Man könnte glauben, sie hätten jede Erziehung vergessen und testeten nochmal alles aus. Hier ist nun liebevolle Konsequenz gefragt. Und wie beim menschlichen Teenager gilt: Kopf hoch und Durchalten, auch diese Zeit wird vorbei gehen.

Reifungsphase – Es kehrt etwas Ruhe ein

7. bis 12. Lebensmonat

Eigentlich ist man nun aus dem Gröbsten raus, dennoch sollte man weiterhin die Welpenentwicklung fördern und den Welpen auch mit Erziehung fordern. Der Hund ist nun psychisch ausgereift.

Dies ist ein allgemeiner Welpenkalender, ein grober Überblick über die Welpenentwicklung. Jeder Hund ist anders und gerade die Unterschiede zwischen Hunde kleiner Rassen und großer Rassen können doch sehr groß sein. Die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen können sehr fließend sein und da man ja nicht rund um die Uhr die Welpen beobachtet, wird man auch nicht immer alles sofort mitbekommen. Es gibt einige Meilensteine in der Entwicklungsphase, die klar zu definieren und zu benennen sind:

  • Geburt
  • Augen öffnen
  • Erste mal etwas wahrnehmen (sehen, hören).
  • Erste Mal richtig sitzen.
  • Erste Mal richtig stehen.
  • Erste Mal aus der Wurfkiste klettern.

Das sind natürlich wichtige Ereignisse,  die man inn einem Welpentagebuch festhalten sollte.

Gibt es mehrere Welpen in der Wurfkiste, gibt es also Wurfgeschwister, wird man durchaus auch merken, dass es eben Welpen gibt, die etwas länger benötigen, um bestimmte Entwicklungsschritte zu erreichen. Es gibt aber nicht nur den typischen Spätzünder sondern oftmals auch das genaue Gegenteil, den Welpen, der seinen Wurfgeschwistern immer eine Nase voraus zu sein scheint.